Wie baue ich ein Gartenhaus?

Gartenhaus

Vor fast 3 Jahren kam ich auf die glorreiche Idee, ein Gartenhaus zu Bauen. Erst mal ganz abitioniert: Ich mach alles selbst. Easy peasy… Von wegen. Da unser Garten nicht wirklich Platz für ein Gartenhaus bietet, wählten wir einen Hügel, auf den das Haus drauf sollte… Fand ich ganz charmant. Haus auf dem Berg mit Aussicht… In unserer Familie bin ich die Handwerkerin – hab ich von meinem Papa. Und der musste dann auch anrücken und mit mir erst mal eine stabile Unterlage für das Gartenhaus bauen.

Eine Holzterrasse für das Gartenhaus

Zuerst musste ich da oben Tabularasa machen. Der Feuerdorn wurde um gut 1 Meter ausgedünnt (und der ursprüngliche Pflanzer dieses Teufelszeugs verflucht!), zwei Kirschlorbeer mussten komplett weichen und ein Liguster fiel meiner Heckenschere zum Opfer. Dann musste eine Basis für das Haus geschaffen werden. Dieser Unterbau, in egal welcher Form, ist das A und O für ein Gartenhaus. Wenn der Unterbau nicht gerade ist, braucht man mit dem Haus gar nicht erst anfangen! Aus dem Unterbau wurde eine richtige Terrasse. Mit Dielen und Geländer. Ich beantworte auch gerne Fragen dazu – bin ja jetzt Spezialistin 😉 Ohne meinen Vater hätte ich das im Leben nicht geschafft und auch meine Jungs haben fleißig geholfen.

Benutztes Material:

  • kesseldruckimprägnierte Pfosten und kesseldruckimprägnierte Kanthölzer aus Fichte
  • Metallschuhe, um die Pfosten fest im Boden zu verankern
  • Schlossschrauben zum verschrauben der Pfosten und Kanthölzer
  • Dielen aus Douglasie

Worauf man achten muss:

  • Die Metallschuhe drehen sich gerne beim Einschlagen, das kann man aber beim Verschrauben mit der Unterkonstruktion, wenn auch nur minimal, korrigieren.
  • Die Dielen sollten – je nach Dicke – ca. alle 30-50 cm aufliegen, sprich verschraubt werden. Das muss man bei der Unterkonstruktion beachten!
  • Die Unterkonstruktion muss wirklich ganz gerade sein, sonst gibt es später Probleme mit dem Haus.
  • Die Länge der Dielen bzw. Balken für die Unterkonstruktion. Es ist immer am besten, wenn man nichts sägen muss. Deshalb schon bei der Planung auf die Längen des Holzes achten. Ich habe überall 2,50 m verwendet und hatte so kaum Sägearbeiten.

Doch ein „Fertighaus“

Die Basis für das Gartenhaus steht, fehlt nur noch das Haus selbst. Der „Eigenbau“ war nach dem Bau der Unterkonstruktion kein Thema mehr. Sowas muss es auch fertig geben. Gibt es auch. Unseres ist das Blockbohlenhaus „Visby“ von Mr. Gardener, der Hausmarke von Hagebaumarkt* mit 28 mm Blockbohlen, 190×190 cm Grundfläche inkl. Boden.

Zu geizig die Lieferung zu zahlen, wollte ich es unbedingt selbst mit dem Anhänger meines Vaters abholen. Der war aber leider, wie wir vor Ort feststellten, zu klein. Also mussten wir einen Anhänger leihen (bei Hagebaumarkt tatsächlich kostenlos!), um das riesige Paket mit den Brettern für das Gartenhaus abzuholen.

Einfacher Aufbau

Zu Hause angekommen, luden wir alles einzeln vom Anhänger ab. 500 kg Holz. Der Aufbau an sich war total easy. Die Bohlen muss man nur Stück für Stück zusammenstecken. Das Haus stand innerhalb kürzester Zeit inkl. Eingangstür. Leider habe ich da vor lauter Ehrgeiz versäumt, Fotos zu schießen, daher hier ein paar Bildchen vom fast fertigen Haus:

Wie man links erkennt, ist schon ein Teil gestrichen. Den hinteren Bereich musste ich direkt streichen, weil der nach der endgültigen Positionierung des Hauses nicht mehr erreichbar war.

Welche Farbe für’s Gartenhaus?

Zur Farbe: Ich Sparstrumpf verwende natürlich Baumarktfarbe, gebe aber zu, dass auch ich aus meinen Fehlern lerne. Das Zeug deck null!!! (Nullkommanull!!!) Das nächste Mal geb ich lieber ein bisschen mehr aus und kaufe eine gescheite Markenfarbe!

Ich habe in der letzten Zeit sehr gute Erfahrungen mit den Farben von Farrow & Ball gemacht. Die decken echt bombig! Da das Gartenhaus mit der Seite zu unserem gehassten Feuerdorn steht, musste ich erst hinten und die Seite streichen, dann das Haus in die Ecke der Plattform schieben und erst dann konnte ich mich dem Rest zuwenden.

Das Dach

Neben der Farbe fehlte noch das Dach und das war eine Tortour! Es war heiß, ich hab mega Höhenangst und auf so ein Häuschen kommen ja nicht nur ein paar Bretter drauf…

1. Bretter, die Stück für Stück genagelt werden müssen.
2. Dachpappe, die wiederum auch genagelt wird.
3. Dachschindeln, die einzeln in einem Muster auf die Dachpappe genagelt werden!

Da Dachpappe und Schindeln zu einem großen Teil aus Teer bestehen, stinkt das bei warmer Witterung ordentlich und fängt mit der Zeit an zu kleben. Tipp: Teer kann man mit Butter von der Haut lösen! Mein nächstes Dach werde ich jedenfalls nicht bei strahlendem Sonnenschein verlegen! Das Endergebnis kann sich aber sehen lassen.

Als letztes wurde innen noch der Boden verlegt, was nicht wirklich spektakulär ist. Bretter rein, Leisten dran, fertig. Die Tür ist etwas tricky, da sie nicht wirklich richtig gerade ist und trotz aller versuche, dies zu richten, schleift… Ich hoffe, das verzieht sich alles noch ein bisschen durch Wind und Wetter und wird dadurch besser (oder schlechter, dann muss ich die Tür doch unten kürzen).

Ein Treppchen

Was noch fehlte: Eine Treppe den Hang hoch und Feinheiten. Die Treppe haben wir auch dank Hornbach gelöst – mit einfachen Betonstufen. Das Geländer hab ich dann aus Pfählen und dicken Seilen zusammengebastelt.

Last but not least noch ein guter Tipp zur Planung: Online kann man sich bei fast allen großen Baumärkten seine Materialien zusammenstellen und dann zur Abholung im nächsten Fachmarkt bestellen. Sprich ich rattere meine Liste runter, leg alles in den Warenkorb und hole mein Material vier Stunden später bequem im heimischen Baumarkt ab!

* bei diesen Links handelt es sich um Affiliatelinks/Partnerlinks

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

You may also like

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.